Das Craps Glossar gibt einen Überblick über die Wettmöglichkeiten beim Craps. Abschliessend werden die wichtigsten Begriffe des Craps Spiels erklärt.

Die wichtigsten Wetten beim Craps

Any Craps Wette

Bei Any Craps setzen die Spieler darauf, dass im nächsten Wurf entweder 2, 3 oder 12 gewürfelt wird. Die Zahlen 2, 3 und 12 heißen Craps, da sie im Originalspiel zum sofortigen Verlust gegen den Shooter (Spieler, der die Würfel wirft) führten, wenn sie im ersten Wurf (Come Out Roll) erschienen. Auf dem Spieltisch ist diese Wette mit C-Feldern markiert oder direkt als Any Craps gekennzeichnet. Diese Wette wird in der Regel mit einer Quote von 7:1 ausbezahlt. Die Wahrscheinlichkeit, dass mit dem nächsten Wurf ein Craps gewürfelt wird beträgt 8:1.

Any Seven bet

Bei einer Any Seven Wette kann ein Spieler daraufsetzen, dass bei dem nächsten Wurf die Augensumme 7 fällt. Diese kann zusammengesetzt sein aus 6 und 1, 5 und 2 sowie 4 und 3. Diese Wette ist, sofern sie angeboten wird, durch ein eigenes Feld markiert. Die Auszahlungsquote beträgt in den meisten Casinos 4:1.

Bet

Bet ist die englische Bezeichnung für Wette. Auf dem Craps Tisch haben die meisten Wettmöglichkeiten ein eigenes, spezielles Felder. Lediglich ein paar Wetten wie zum Beispiel die Odds-Bet werden in den meisten Casinos nicht durch ein gesondertes Feld markiert. Die einzelnen Felder kennzeichnet nicht nur die jeweilige Wette, oft geben sie auch die dazugehörige Auszahlungsquote an.

Big 6/8

Die Big 6/8 ist eine Wette, bei welcher der Spieler auf eine 6 oder 8 wettet. Die gewählte Augenzahl muss geworfen werden, bevor eine 7 erscheint. Diese Wette ist auf den meisten Craps Tischen durch eine grosse 6 und 8 gekennzeichnet. Die Auszahlungsquoten betragen in fast allen Casinos 1:1. Die Big 6 und Big 8 Wetten sind beim Craps für den Spieler nicht besonders interessant. Da die Wahrscheinlichkeit mit zwei Würfeln eine 7 zu erzielen höher ist, als eine 6 oder 8 zu werfen.

Box Point

Der Box Point kommt bei den Augensummen 4, 5, 6, 8, 9 und 10 durch den Come Out zustande. Ist eine der Augensummen gefallen, so markiert der Dealer (oder die Software) die jeweilige Zahl mit einem Jeton auf dem Box-Feld. Die markierte Zahl ist der Box Point oder kurz: Point. Das Feld, in welchem die Zahlen für den Point abgebildet sind, nennt sich Box. Ist der Box Point gesetzt, können neben der Pass-Wette zahlreiche weitere Wetten gesetzt werden.

Buy Wette

Bei der Buy-Wette setzt der Spieler auf eine beliebige Zahl in der Box (4, 5, 6, 8, 9, 10). Die gespielte Zahl muss erscheinen, bevor die 7 fällt. Der Jeton wird in die Mitte des jeweiligen Zahlenfeldes der Box gesetzt. Bei der Buy-Wette muss der Spieler zusätzlich eine Provision an die Bank zahlen (meistens 5% des Einsatzes). Die Buy-Wette kann jederzeit gesetzt werden, solange der Point gespielt wird. Die Auszahlungsquoten für die Buy-Wetten betragen bei Erreichen der Zahlen 4 und 10 2:1, bei den Zahlen 5 und 9, 3:2 und bei 6 und 8 6:5, abzüglich der Provision. Einige Spielbanken ziehen die Provision nur im Falle eines Gewinns ab.

Come Out Roll

Der Come Out Roll ist der erste Wurf des Shooters. Wirft er eine 7 oder 11, hat er sofort gewonnen. Wirft er eine 2, 3, oder 12, hat er verloren. Bei allen anderen Augensummen (4, 5, 6, 8, 9 und 10) geht das Spiel in die nächste Runde. Dabei wird die geworfene Zahl zum Point. Zahlreiche Wetten können erst nach dem Come-Out-Roll gesetzt werden, sofern dieser nicht zum Ende des Spiels führt.

Come- und Don’t-Come-Wette

Come und Don’t Come entsprechen den Pass- und Don’t-Pass-Wetten. Der Unterschied besteht darin, dass diese Wette jederzeit gespielt werden kann. Der nächste Wurf gilt dabei als Come Out für die Come- und Don’t-Come-Wette. Fallen 7 oder 11, so gewinnt die Come-Wette und die Don’t-Come-Wette verliert. Fallen im nächsten Wurf 2, 3 oder 12, dann verliert die Come-Wette sofort. Bei der 2 und 3 gewinnt die Don’t-Come-Wette und bei der 12 endet die Don’t-Come-Wette mit einem Unentschieden und der Spieler erhält seinen Einsatz zurück.

Bei allen anderen Augensummen (4, 5, 6, 8, 9, 10) wird ein Point gesetzt. Wenn der Point vor der 7 fällt, hat die Come-Wette gewonnen.

Die Come- und Don’t-Come-Wetten sind durch entsprechende Felder auf dem Craps-Tisch (Tableaux) ausgewiesen. Bei manchen Tischen ist nur die Come-Wette deutlich sichtbar und die Gegenwette durch eine Linie gekennzeichnet. Die Come-Wetten können jederzeit platziert werden, solange der Point der Pass-Wette gesetzt ist. Die Auszahlungsquote bei den Come-Wetten liegt bei 1:1.

Hard Way Bet

Mit der Hard-Way-Wette kann auf die Augensummen 4, 6, 8 und 10 gesetzt werden. Diese Augensummen können sowohl durch den Wurf zweier gleicher Würfelzahlen (Pasch) als auch durch den Wurf zweier unterschiedlicher Zahlen (Soft-Zahl) entstehen.

Bei der Hard-Way-Wette setzt der Spieler seinen Einsatz darauf, dass die Zahl, auf welche er gewettet hat, durch ein Pasch erzielt wird, bevor dieselbe Augensumme durch unterschiedliche Würfelzahlen geworfen wird und bevor die 7 fällt.

Auf dem Tischfeld sind die Hardway-Wetten entweder durch Symbole zweier gleicher Augensummen markiert oder es steht vor der Zahl ein H oder Hard. Hard 6 bedeutet zum Beispiel, dass zwei 3en geworfen werden. Soft 6 würde hingegen bedeuten, dass die 6 durch 1 + 5 oder 2 + 4 zustande gekommen ist. Casinos bieten für die Hard-Way-Bets in der Regel Auszahlungsquote von 7:1 bis 9:1.

Horn-Wette

Bei der Horn-Wette setzt der Craps Spieler darauf, dass eine bestimmte Zahl beziehungsweise Zahlenkombination im nächsten Wurf erscheint. Die Horn-Wetten können je nach Casino unterschiedlich aufgebaut sein. Die bekanntesten Horn-Bets sind Horn E (Eleven) für die Augensumme 11 und Horn 12, Horn 2 sowie Horn 3. Die Horn-Bets können durch einzelne Felder gekennzeichnet sein oder befinden sich innerhalb eines großen Horn-Felds. Diese Wetten können jederzeit gespielt werden. Das Casino hat bei Horn-Wetten in der Regel einen hohen Hausvorteil. Spieler sollten daher Horn-Wetten beim Craps nur gelegentlich spielen oder mit kleinen Einsätzen.

Field-Wette

Mit einer Field-Wette kann auf die bestimmte Augensumme aus einer Zahlengruppe im nächsten Wurf gesetzt werden. Die Zahlengruppe kann sich von Casino zu Casino unterscheiden. Üblich sind die Zahlen 2, 3, 4, 9, 10, 11 und 12. Erscheint eine der Augensummen im nächsten Wurf, so hat der Spieler gewonnen. Andernfalls ist die Field-Wette verloren. Die Augensummen 2 und 12 werden mit erhöhten Quoten ausbezahlt. Eine Field-Wette ist beim Craps vor jedem Wurf möglich. Die Auszahlungsquoten betragen in den meisten Casinos 1:1, mit Ausnahme der 2 und 12, die in der Regel den doppelten oder dreifachen Gewinn einbringt.

Lay-Wetten

Bei der Lay-Wette wird darauf gesetzt, dass die 7 vor einer bestimmte Zahl aus der Box (4, 5, 6, 8, 9, 10) fällt. Der Jeton (Chip) wird oberhalb des jeweiligen Zahlenfeldes gesetzt. Viele Craps-Tableaux bieten für Lay-, Buy- und Place-Wetten gesonderte Felder als schmale Linien über- und unterhalb der Zahlen in der Box. Wie bei der Buy-Wette muss der Spieler zusätzlich eine Provision an die Bank zahlen (meistens 5% des Einsatzes). Die Lay-Wetten gehören mit der Laying-the-Odds- sowie der Don’t-Place-Bet zu den Wetten mit dem geringsten Hausvorteil. Die Auszahlungsquoten betragen bei 4 und 10 1:2, bei 5 und 9 2:3 und bei 6 und 8 5:6.

Odds- und Laying-the-Odds-Wetten

Odds-Wetten, auch als Chance-Pass-Wetten bekannt, werden auf den meisten Craps Tischen nicht durch ein gesondertes Feld markiert. Die Odds- und Laying-the-Odds-Wetten werden unterhalb der Pass- oder Don’t-Pass-Wetten platziert. Mit einer Odds-Wetten setzen die Spieler darauf, dass der in der Pass-Wette gesetzte Point vor der 7 fällt. Laying the Odds ist das Gegenstück zur Odds-Wette. Dabei muss die 7 vor der Augensumme fallen, die als Point gesetzt ist. Um eine Odds- beziehungsweise Laying-The-Odds-Wette setzen zu dürfen, muss der Spieler die Pass- beziehungsweise Don’t-Pass-Wette platziert haben. Die Odds-Wetten dürfen jederzeit, solange um den Point gespielt wird, platziert werden. Die Auszahlungsquoten bei der Odds-Wette betragen bei den Zahlen 6 und 8 6:5, bei 5 und 9 3:2 und bei 4 und 10 2:1. Die Laying-the-Odds Wette zahlt bei der 7 vor 6 und 8 5:6, vor 5 und 9 2:3 und vor 4 und 10 1:2. Das Casino hat sowohl bei den Odds- als auch bei den Laying-the-Odds-Wetten keinen Hausvorteil. Daher sind sie für Craps Spieler sehr interessant. Hohe Einsätze erlauben es den prozentualen Hausvorteil des Casinos signifikant zu senken.

Pass- und Don’t-Pass-Wette

Die Pass- und Don’t Pass-Wetten sind die Hauptwetten bei Craps und müssen vor dem ersten Wurf platziert werden. Die Pass-Wetten sind durch schmale, lange Felder markiert, die sogenannte „Pass Line“ und „Don’t Pass Bar“. Fallen im Come-Out, dem ersten Wurf des aktuellen Durchgangs, die Augensummen 7 oder 11, so ist die Pass-Wette sofort gewonnen und die Don’t-Pass Wette verloren. Fallen im Come Out die Augensummen 2, 3 oder 12, so verliert die Pass-Wette sofort. Die Don’t-Pass-Wette gewinnt, wenn die Augensumme 2 oder 3 fällt. Bei der Augensumme 12 endet die Runde für die Don’t-Pass-Wette mit einem sogenannten Stand Off (Unentschieden). Dabei erhält der Spieler seinen Einsatz zurück. Manche Casinos markieren die 2 statt der 12 als Stand Off.

Bei den Augensummen 4, 5, 6, 8, 9 und 10 geht das Spiel weiter und es wird ein Point über die Zahl gesetzt, die gefallen ist. Bei der Pass-Wette muss dieser Point vor der 7 geworfen werden, bei der Don’t-Pass-Wette muss die 7 erscheinen, bevor der Point geworfen wird. Das Spiel ist beendet, wenn der Point oder die 7 fällt. Die Auszahlungsquoten der Pass-Wetten betragen 1:1.

Place- und Don’t Place Wette

Bei der Place-Wette (Platzwette) bieten die Spieler auf eine beliebige Zahl in der Box (4, 5, 6, 8, 9, 10). Diese muss erscheinen, bevor die 7 fällt. Bei der Don’t-Place-Wette setzen die Spieler darauf, dass die 7 fällt, bevor die Zahl erscheint. Der Chip wird ober- beziehungsweise unterhalb des jeweiligen Zahlenfeldes in der Box gesetzt. Häufig bieten die Spieltische ein zusätzliches schmales Feld für die Place-Wetten. Die Auszahlungsquoten der Platzwette betragen bei den Augensummen 4 und 10 9:5, bei 5 und 9 7:5 und bei 6 und 8 7:6.

Wichtige Begriffe beim Craps

Craps-Würfel

Craps-Würfel sind für das Spiel speziell angefertigte und geformte Würfel. Deren Kanten sind nicht abgerundet wie bei den herkömmlichen Pendants, sondern scharfkantig. Craps-Würfel sind immer rot mit weißen Punktmarkierungen.

Craps-Tableaux – Craps Table

Je nach Casino können Crapstische mit unterschiedlichen Feldern belegt sein. Diese hängen davon ab, welche Wetten mit welchen Quoten angeboten werden. Das Spielprinzip und die bekanntesten Craps Wetten, wie zum Beispiel Pass-, Come-, Field-, Buy-, Lay- und Place-Wetten bleiben dieselben. Der bekannteste Craps-Table ist der Las-Vegas-Tisch, der in amerikanischen Casinos und vielen Online-Casinos angeboten wird.

Natural

Als Natural werden die Augensummen 7 und 11 bezeichnet, da der Shooter sofort gewinnt, wenn diese im Come Out erscheinen. Naturals gibt es auch bei Baccarat. Sie sorgen immer dafür, dass ein Spiel zugunsten des Spielers beziehungsweise Shooters sofort entschieden ist.

One-Roll-Bets

Als One-Roll-Bets werden Wetten bezeichnet, bei welchen der Spieler auf bestimmte Augensummen im nächsten Wurf setzt. Dazu gehören zum Beispiel die Any Craps Bets und Horn- und Field-Wetten. Die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen, ist verhältnismäßig gering, daher locken die Casinos mit hohen Auszahlungsquoten.

Seven Out

Erscheint die 7, nachdem der Point gesetzt worden ist, wird sie als Seven Out bezeichnet, da die Pass-Wette verliert, wenn diese vor dem gesetzten Point geworfen wird. Die 7 hat also unterschiedliche Rollen während des Craps-Spiels. Im Come Out bildet die 7 ein Natural und im Punktspiel das Seven Out.

Shooter

Der Shooter ist der Spieler, der die Würfel wirft. Im Gegensatz zum herkömmlichen Craps kann der Shooter auch gegen sich wetten. Er muss also nicht die Pass-Wette abschließen, sondern kann auch auf Don’t Pass setzen. Im Originalspiel trat der Shooter gegen die Mitspieler an. Diese nannten sich Fader, die gegen den Shooter wetteten.

Snake Eyes, Yo und Midnight Box Cars

Als Snake Eyes wird der Wurf eines Einser-Pasches bezeichnet. Als Snake Eyes (Schlangenaugen) werden die Einsen auf den Würfeln betrachtet. Mit Yo ist die 11 gemeint. Da die 11 (Eleven) in englischer Sprechweise an einem lauten Craps-Table zu Verwechslungen mit der 7 (Seven ) führen kann, wurde die 11 in Yo-Leven, kurz Yo umbenannt. Die 12, die nur durch zwei 6en erreicht werden kann, ist auch bekannt als Boxcars und Midnight.

Table Crew

Die Table Crew ist das Casinopersonal, das in herkömmlichen Casinos über das Spiel wacht und die Wetten ausführt. Dazu gehören die Dealer, der Stickman, der die Würfel verwaltet und der Boxman, der das gesamte Spiel überwacht. In Online-Casinos übernimmt diese Aufgaben eine Software.

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