Blackjack ist das beliebteste Kartenspiel, das Spielbanken und Online-Casinos gespielt wird, da es leicht zu lernen ist und dem Casino von allen Glücksspielen den geringsten Heimvorteil verschafft.

Spielregeln von Blackjack

Zunächst ist es wichtig, bestimmte Begriffe zu erklären, da sich aus dem amerikanischen Raum auch in deutschen Online-Casinos durchgesetzt haben. Der Geber der Karten in einer herkömmlichen Spielbank ist bekannt als der Croupier. In Online-Casinos wird der Croupier als Dealer bezeichnet. Des Weiteren sollten englischen Begriffe „Hit“, „Stand“, „Double“, „Surrender“ und „Split“ bekannt sein. „Hit“ bedeutet, dass Sie eine weitere Karte ziehen. Bei „Stand“ bleiben Sie bei Ihrem bisherigen Blatt und führen keine weiteren Aktionen aus. Mit „Double“ verdoppeln Sie Ihren Einsatz. Mit „Surrender“ geben Sie auf und „Split“ bedeutet, dass Sie Ihr Blatt teilen und weitere Karten ziehen, sodass Sie zwei Kartenblätter statt eines in der Hand haben.

Kartenwerte bei Blackjack

Gespielt wird Blackjack mit dem anglo-amerikanischen Blatt, das aus 52 Karten besteht, nämlich 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, Bube, Dame, König und Ass. Die einzelnen Kartenwerte kommen in den Farben Kreuz, Pik, Herz und Karo vor. Bei heutigen Blackjack-Varianten spielen die Farben in der Regel keine Rolle mehr. Die Bildkarten Bube, Dame und König sind mit den Buchstaben J (Jack), Q (Queen) und K (King) versehen. Das anglo-amerikanische Kartendeck ist im Wesentlichen an das französische Blatt angelehnt. Die Punktwerte der Karten entsprechen ihren aufgedruckten Punktwerten, das heißt 2 = zwei Punkte, 3 = drei Punkte und so weiter. Ausnahmen bilden Asse und die Bildkarten Bube, Dame und König. Das Ass zählt wahlweise eins oder elf und die Bildkarten immer zehn Punkte.

Spielverlauf

Der Spieler bekommt zwei aufgedeckte Karten, der Dealer, stellvertretend für die Spielbank, beziehungsweise das Online-Casino, erhält eine offene Karte. Sie entscheiden je nach Kartenwert, ob Sie eine weitere Karte ziehen (hit) oder stehen lassen (stand), Die Ausführung weiterer Aktionen wie zum Beispiel verdoppeln (double), teilen (splitten) oder aufgeben (surrender) hängen von den Regeln der jeweiligen Casinos ab.

Sie müssen entweder den Wert 21 erreichen oder so nahe wie möglich an die 21 herankommen. Keinesfalls dürfen Sie über die 21 kommen, denn sonst haben Sie, unabhängig davon, welches Blatt der Dealer hat, verloren. Ein Ass und eine Karte mit dem Wert 10 (10, Bube, Dame oder König) ergeben „Blackjack“ und Sie erhalten je nach Casino-Regel einen höheren Wert als Ihren doppelten Einsatz (zum Beispiel im Verhältnis eins zu zweieinhalb). Ein Blackjack schlägt alle weiteren Zahlenwerte, auch die 21, es sei denn, die 21 ist auch durch einen Blackjack entstanden.

Haben Sie Ihre Karten gezogen, so werden die Karten des Dealers aufgedeckt. Nun zieht der Dealer, falls nötig, weitere Karten. Allerdings muss er so viele Karten ziehen, bis er mindestens 17 Punkte erreicht. Hat er diese erreicht, darf er keine weitere Karte ziehen. Wenn also der Dealer zum Beispiel die Punktzahl 16 hat, so muss er eine weitere Karte ziehen. Mit einer Soft 17, also einem Zahlenwert Sechs plus Ass muss er je nach Regel in dem jeweiligen Casino entweder eine weitere Karte ziehen oder er darf keine weitere mehr ziehen. Wenn Sie die Regel „Dealer must hit soft 17“ sehen, so muss der Dealer eine weitere Karte ziehen. Bei der Regel „Dealer must stand soft 17“ darf er keine weitere Karte mehr ziehen.

Spielzüge, welche abhängig von den Regelungen der jeweiligen Casinos bestehen

Die meisten Spielbanken bieten bei Blackjack eine Versicherung (Insurance), wenn der Dealer als erste Spielkarte ein Ass hat. Die Insurance bietet Ihnen eine Absicherung gegen Blackjack durch den Dealer. Dabei setzen Sie meist die Hälfte Ihres Spieleinsatzes ein. Hat der Dealer tatsächlich Blackjack, erhalten Sie in der Regel den doppelten Versicherungseinsatz zurück. Fällt kein Blackjack aufseiten des Dealers, so erhalten Sie nichts von dem Versicherungseinsatz.

Casinos bieten auch die Möglichkeit zu verdoppeln (Double). Dabei variiert in der Regel lediglich die Bedingung, unter welcher Sie verdoppeln dürfen. Manche Spielbanken ermöglichen das Verdoppeln mit allen Blättern, manche Casinos machen die Möglichkeit des Verdoppelns vom Kartenwert abhängig. Wichtig zu wissen ist, dass Sie, wenn Sie verdoppeln eine Karte erhalten und keine weitere Karte mehr ziehen können.

Nicht alle Casinos bieten die Möglichkeit, aufzugeben. Unter den Spielbanken, welche das Aufgeben erlauben, gibt es wiederum unterschiedliche Zeitpunkte, wann Sie aufgeben dürfen. So erlauben manche Spielbanken das Aufgeben nur am Anfang der Runde und manche während Ihrer gesamten Spielzüge. Des Weiteren gibt es Regelungsvarianten, bei welchen Sie nur aufgeben dürfen, wenn der Dealer ein Ass hat. Wenn Sie aufgeben, erhalten Sie in der Regel die Hälfte Ihres Spieleinsatzes zurück.

Wenn Sie Kartenpaare haben wie zum Beispiel zwei 2en oder zwei 3en, so können Sie diese splitten, also aufteilen. Es entstehen so zwei neue Blätter, für welche Sie weitere Karten ziehen dürfen. Je nach Regelung in dem betreffenden Casino können Sie diese, falls Sie wieder ein Paar erhalten, weiter splitten oder nicht. Sie müssen allerdings bei dem Splitten beachten, dass Sie dieses einen weiteren Spieleinsatz kostet.

Hauptsächlich herkömmliche Spielbanken bieten neben dem aktiven Spiel auch die Möglichkeit, auf die Karten von anderen Spielern zu setzen.

Blackjack Tisch mit Karten
Um beim Blackjack langfristig erfolgreich zu sein, ist es unabdingbar die wichtigsten Blackjack Strategien zu kennen. Sie sollten wissen, wann Sie idealerweise kaufen, halten, teilen oder verdoppeln.

Blackjack Spielstrategien

Die Vorteile des Casinos gegenüber dem Spieler sind folgende:

  • Die Bank entscheidet erst über den nächsten Zug, wenn die Spieler alle Karten gezogen haben.
  • Wenn der Spieler überzogen hat, gewinnt das Casino automatisch, unabhängig davon, wie ihr Spielverlauf ist.

Diese Vorteile der Bank gegenüber dem Spieler können Sie allerdings in der Regel bei Casinos und Online-Casinos gleichermaßen durch bestimmte Spielstrategien verringern.

Die Blackjack-Spielstrategien unterteilen sich in zwei Hauptgruppen. Die erste Hauptgruppe bildet die Entscheidung von Spielzügen, ausgehend von den Karten, die Ihnen vorliegen und der eröffneten Spielkarte des Dealers sowie der Anzahl der Spieldecks. Dabei entscheiden Sie, ob Sie eine weitere Karte ziehen und je nach Regelung verdoppeln, splitten oder aufgeben. Dabei sollten Sie auch als Einsteiger die Grundstrategie beherrschen. Die zweite Hauptgruppe, die leider häufig im Anfängerstadium vernachlässigt wird, ist die Entscheidung über die Höhe des Spieleinsatzes, die sich zuerst nach dem von den jeweiligen Casinos vorgeschriebenen Mindest- und Maximum-Einsatz richtet. Danach entscheiden Ihr Gesamt-Spielbudget und die jeweilige Strategie, die Sie verfolgen sowie die Anzahl der gespielten Kartendecks über die Höhe Ihrer Einsätze.

Die Grundstrategie für Blackjack

Bei der Grundstrategie lernen Sie, wie Sie sich bei bestimmten Karten in Abhängigkeit zu der Karte des Dealers und in Abhängigkeit zu den jeweiligen Regeln verhalten. Dabei unterteilt sich die Grundstrategie in drei Bereiche. Die einfachen Zahlenwerte, Zahlenwerte, die sich aus Paaren ergeben und Softhands, also Ass mit einer Zahl. Im Folgenden werden mehrere Blackjack Strategien besprochen. Dazu werden folgende Annahmen getroffen. Er wird nur mit einem Kartendeck gespielt, Aufgeben (Surrender), ist wie in den meisten Blackjack Varianten nicht erlaubt oder völlig sinnlos. Die Karten zu teilen (split) oder den Einsatz zu verdoppeln (Double) sind erlaubt. Zudem muss der Blackjack Dealer bei einer Soft 17 eine weitere Karte ziehen muss, ergeben sich folgende Grundstrategien:

Zahlenwerte ohne Ass und ohne Paare

Um beim Blackjack auf Dauer möglichst gut zu fahren, sollten Sie sich nach zwei gezogenen Karten wie folgt verhalten.

  • Bei einem Zahlenwert von 5 bis 7 ziehen Sie eine weitere Karte, unabhängig davon, welche Karte der Dealer hat.
  • Bei einem Zahlenwert von 8 ziehen Sie eine Karte, wenn der Dealer die Werte 2, 3, 4, 7, 8, 9, 10 und Ass hat. Sie verdoppeln bei den Zahlen 5 und 6. Der Wert 6 gilt als der ungünstigste Wert, den ein Dealer haben kann, der zweit schlechteste Wert ist die Zahl 5, da die Wahrscheinlichkeit, dass der Dealer eine Zehn zieht und bei einer weiteren Karte überzieht, verhältnismäßig hoch ist.
  • Bei einem Zahlenwert von 9 verdoppeln Sie, wenn der Dealer die Werte 2 bis 6 hat, und ziehen eine Karte, wenn der Dealer einen Zahlenwert von über 6 hat.
  • Bei einem Zahlenwert von 10 können Sie bis zum Wert 9 auf Seiten des Dealers verdoppeln. Hat das Casino eine 10 oder ein Ass ziehen Sie eine weitere Karte ohne den Einsatz zu verdoppeln.
  • Der Zahlenwert 11 ist die günstigste Konstellation, da die Wahrscheinlichkeit, 21 zu erhalten oder dieser sehr nahe zu kommen, ohne zu überziehen, sehr hoch ist. Sie können in jeden Fall verdoppeln.
  • Der Zahlenwert 12 ist der erste, bei dem Sie beim Blackjack überziehen können. Daher ziehen Sie keine weitere Karte, wenn der Dealer eine 4, 5 oder 6 hat. Bei allen anderen Karten des Dealers ziehen Sie eine weitere Karte.
  • Bei den Zahlenwerten 13 bis 16 ziehen Sie keine Karte, wenn der Dealer die Kartenwerte 2 bis 6 hat. Hat das Casino mindestens die Karte 7 sollten Sei eine weitere Karte ziehen.
  • Haben Sie die den Kartenwert 17, ziehen Sie unabhängig von dem Kartenwert des Dealers keine weitere Karte. (Bedenken Sie, dass dieser Teil der Strategie kein Ass beinhaltet)
  • Bei 18 bis 21 ziehen Sie natürlich auch keine weitere Karte mehr.

Grundstrategie bei einem Paar

Ihre ersten beiden Karten bilden zusammen ein Paar. Wie sie damit am besten Fahren hängt von der Höhe des Paares ab.

  • Bei einem 2er Paar ziehen Sie eine Karte, wenn der Dealer den Wert 2, 8, 9, 10 oder Ass hat. Bei dem Rest splitten Sie.
  • Bei zwei 3en ziehen Sie eine Karte, wenn der Dealer den Wert 2, 3, 8, 9, 10 oder Ass hat. Bei dem Rest splitten Sie.
  • Bei einem 4er Paar verdoppeln Sie, wenn der Dealer den Wert 5 oder 6 hat. Bei dem Rest ziehen Sie eine weitere Karte.
  • Ein 5er Paar verdoppeln Sie solange die aufgedeckte Karte des Casinos nicht höher als 9 ist. Hat der Dealer den Wert 10 oder Ass, so ziehen Sie eine Karte.
  • Haben Sie zwei 6er Karten aufgedeckt erhalten so sollten Sie beim Blackjack splitten solange Das Casino keine Karte grösser als 6 hält. Hat der Dealer mindestens eine 7 ziehen Sie eine weitere Karte.
  • Bei zwei 7en splitten Sie bis zu einem Wert von 7 auf Seiten des Dealers. Hat das Casino eine 8, 9, 10, eine Bildkarte oder ein Ass sollten Sie eine weitere Karte ziehen.
  • Zwei 8en stellen einen Sonderwert dar, nämlich den ungünstigsten, 16. Daher splitten Sie unabhängig zu den Karten des Dealers. Auf diese Weise können Sie ein ungünstiges Blatt in ein gutes umwandeln.
  • Bei einem 9er Paar können Sie die Karten splitten, wenn das Casino die Werte 2 bis 6 oder 8 und 9 hat. Hat die Spielbank eine 7, 10 oder ein Ass, bleiben Sie bei Ihrem Blatt. Sie sollten kein zusätzliches Geld investieren, da die Bank mit hoher Wahrscheinlichkeit ein gutes Blatt erziehen wird.
  • Bei einem 10er Paar (dazu zählen neben zwei 10er, auch ein Paar Bildkarten, also zwei Buben, Damen oder Königen) ziehen Sie keine weitere Karte. Viele Anfänger machen den Fahler, dass Sie ein 10er Paar splitten. Dies ist falsch, Sie haben den Wert 20 auf der Hand, der eine hohe Gewinnwahrscheinlichkeit bietet. Die Wahrscheinlichkeit nach dem Split eine weitere 10 oder ein Ass zu erhalten liegt – je nach Anzahl Kartendecks mit denen gespielt wird – bei maximal 38,46 Prozent. Sie laufen Gefahr, dass Sie mindestens einer Ihrer gesplitteten Karten verlieren werden.
  • Zwei Asse splitten Sie immer, da zwei Asse selbst eine 12 ergeben, aber durch Splitting eine hohe Gewinnwahrscheinlichkeit bieten.

Grundstrategie bei Softhands

Softhands sind Werte, bei welchen mindestens ein Ass beteiligt ist. Zur Vereinfachung sind Kombinationen aus den Karten 2 bis 9 und Ass als A angegeben. Also zum Beispiel A2 ist gleichbedeutend mit Ass und 2.

Bei Kartenkombinationen von A2, A3, A4 und A5 verdoppeln Sie, wenn der Blackjack Dealer die Karte 4, 5 oder 6 hat. Bei den restlichen Kartenwerten des Dealers ziehen Sie eine Karte.

Bei A6, die den Wert 17 ergeben, verfahren Sie nicht wie bei der 17 ohne Beteiligung des Asses, da Sie nicht überziehen können. Hat die Spielbank Karten mit einem Wert bis 6, so verdoppeln Sie. Bei dem Rest ziehen Sie eine weitere Karte.

Die A7 ergeben den Wert 18. Auch hier verfahren Sie anders, als bei der 18 ohne Beteiligung des Asses und verdoppeln, wenn das Casino eine Karte zwischen 3 und 6 hat. Hat der Dealer die Karten 2, 7 oder 8, so führen Sie keine weitere Aktion aus, und wenn der Dealer die Werte 9, 10 oder Ass hat, ziehen Sie eine weitere Karte.

Bei A8, verdoppeln Sie, wenn der Blackjack Dealer die Karte 6 hat, bei dem Rest (A, 2-5 und 7-10 auf Seiten des Casinos) ziehen Sie keine weitere Karte.

Bei A9 haben Sie den Wert 20 und ziehen daher keine weitere Karte, unabhängig davon, welche Karte der Dealer hat. Sie haben bereits einen sehr guten Wert und die Wahrscheinlichkeit, dass sich dieser verbessern lässt ist gering.

Obwohl sich Zählsysteme in der Regel bei Online-Casinos sowie bei den meisten herkömmlichen Spielbanken nicht mehr bewähren, ist es dennoch hilfreich, die Wahrscheinlichkeiten der Punktwerte eines Kartendecks zu wissen. Das liegt daran, dass seriöse Online-Casinos die Karten per Zufallsprinzip ausspielen und herkömmliche Spielbanken Komplettsätze an Spielkarten verwenden.

Das Wissen um die Wahrscheinlichkeiten eines Punktwerts, der mit einer Karte gezogen werden kann, ist unter Umständen entscheidend für den Spielverlauf. Prinzipiell werden zu Beginn sämtliche Karten eines Kartendecks mit einer Gewinnwahrscheinlichkeit von 4/52, also rund 7,69 Prozent berechnet. Die Wahrscheinlichkeit, eine Karte mit Wert 10 zu ziehen, ist viermal so hoch, nämlich rund 30,77 Prozent, da die Karten 10, Bube, Dame und König den Wert 10 haben.

Die Wahrscheinlichkeiten können zwar nicht für das aktuelle Blackjack Spiel herangezogen werden, dennoch zeigen sie das Verhältnis der Wahrscheinlichkeiten untereinander. Es lassen sich daher ziemlich genau die Spielwahrscheinlichkeiten von bestimmten Werten herausrechnen. Beim Blackjack in einer herkömmlichen Spielbank lässt sich die Wahrscheinlichkeit genauer berechnen, wenn das Casino einen herkömmlichen Kartenschlitten verwendet, bei welchem gespielte Karten nicht wieder fortlaufend neu gemischt werden. Dabei spielt eine Rolle, wie viele Kartendecks sich im Schlitten befinden, welche Karten bisher ausgespielt wurden, welche Karten Sie aktuell in der Hand haben und welche Karte der Blackjack Dealer aufgedeckt hat. Für interessierte Mathematiker unter den Blackjack-Spielern ergeben sich Rechnungen nach dem berühmten Urnenmodell des Mathematikers Jakob Bernoulli. Dabei können die Wahrscheinlichkeiten bei herkömmlichen Spielkasinos wie zum Beispiel in Deutschland, welche sechs Kartendecks in einem Schlitten verwenden, ohne Zurücklegen der Kugel errechnet werden und bei Online-Casinos Berechnungen auf der Basis des Modells mit Zurücklegen der Kugel aufgestellt werden.

Versicherung (Insurance) immer ablehnen – Mythos oder Wahrheit?

Die meisten Casinos, in welchen Sie Blackjack spielen können, bieten eine Versicherung an, wenn die aufgedeckte Karte der Bank ein Ass zeigt. Aufgrund der Wahrscheinlichkeit wird generell von der Versicherung abgeraten. Tatsächlich ist es weit weniger wahrscheinlich, dass die Bank eine 10 nachlegt, als dass sie andere Karten zieht. Bei „normalen“ Einsätzen ist es somit tatsächlich so, dass Sie sich die Versicherung sparen können. Setzen Sie allerdings verhältnismassig hoch oder zum Beispiel nach der Double-Methode, so kann eine Versicherung durchaus Sinn machen, da diese einen Totalverlust verhindern kann. Sie haben zwar keinen hohen Gewinn, zahlen aber auch nicht viel für die Versicherung.

Geschichte von Blackjack

Die Geschichte von Blackjack ist nicht vollends aufgeklärt. Sicher jedoch ist, dass Blackjack, das in Deutschland auch unter dem Namen „Siebzehn und Vier“ bekannt ist, aus dem französischen Kartenspiel „21“ (Vingt-et-Un) entstand. Einwanderer aus Frankreich hatten das Kartenspiel „21“ nach Amerika gebracht. Es wurde dort in den Casinos mit mäßigem Erfolg eingeführt. Eine Promotion zur Kundengewinnung jedoch verhalf Blackjack zu dem Durchbruch. Dieser Werbeaktion verdankt das Spiel heute seinen Namen Blackjack, beziehungsweise „Black Jack“. Bei der Werbeaktion wurde ein Vielfaches des Einsatzes ausbezahlt, wenn der Spieler in seinem Deck ein Pik Ass und einen Buben (Jack) hatte, einen sogenannten Black Jack. Der Name blieb erhalten, nur das Regelwerk veränderte sich im Vergleich zu dem heutigen Blackjack. Nun darf das höchste Blatt Blackjack aus beliebigem Ass und Buben bestehen, allerdings ist die Gewinnausschüttung inzwischen kein Vielfaches, sondern in der Regel das Anderthalbfache des Einsatzes wert.

Blackjack Ass und Jack

Blackjack Kartenzählen

Das Kartenzählen beim Blackjack war einmal sehr erfolgreich. So sprengten Studenten des Massachusetts Institute of Technology hauptsächlich Ende des 20. Jahrhunderts Spielbanken aus aller Welt. Sie entwickelten Kartenzähl-Strategien, die es möglich machten, die Werte der nächsten zu ziehenden Karten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit vorauszusagen. Die Spielbanken brauchten lange, um auf deren Fähigkeiten aufmerksam zu werden und erteilten ihnen Hausverbot. Der Kinofilm „21“ mit Kevin Spacey in der Hauptrolle zeigt eindrucksvoll, wie eine Gruppe Studenten der technischen Fakultät und deren Professor die Casinos das Fürchten lehrten. Als Konsequenz der hohen Verluste durch die Zählstrategien der Spieler veränderten die Spielbanken die Blackjack Regeln und erhöhten die Anzahl der Kartendecks, sodass das Zählen nicht mehr zum gewünschten Erfolg führte. In Online-Casinos war das Zählen noch nie lohnend, da die Karten per Zufallsgenerator ausgespielt werden. Die Live Casinos kamen erst später auf und verwendeten von Anfang an Blackjack Schaffler, welche gleichzeitig mehrere Decks im Spiel halten.

Die einfachste Zählvariante war das Hi/Lo – System (High-Low Hoch-Tief), bei dem die Karten in drei Bereiche eingeteilt wurden. So wurde den Karten 2 bis 6 der Wert 1, den Karten 7 bis 9 der Wert 0 und den Karten 10 bis Ass der Wert -1 zugewiesen. Je nach Gesamtwert konnte der Spieler erahnen, ob die nächste zu ziehende Karte hoch oder niedrig sein würde.

 

Strategien mit Blackjack-Einsätzen

Zunächst ist es wichtig, sich klarzumachen, dass man von der Wahrscheinlichkeit her bei Blackjack wie bei allen Glücksspielen auf Dauer verlieren wird. Die beste Strategie ist es daher, einen Weg zu finden, der es ermöglicht, dass man sein Budget möglichst lange halten und damit lange spielen kann. Damit erhöht sich die Möglichkeit, beim Blackjack, doch einen Gewinn zu erzielen. Rechnen Sie also aus, wie viele Spiele Sie zunächst mit Ihrem Mindesteinsatz spielen können, bevor das Budget aufgebraucht ist. Setzen Sie zum Beispiel jeweils einen Euro bei einem Gesamtbudget von 300 Euro, können Sie mindestens 300 Runden Blackjack spielen. Mit jedem Gewinn erhöht sich natürlich die Anzahl der möglichen Runden.

Halten Sie Ihren Mindesteinsatz möglichst gering und verfolgen Sie Blackjack-Strategien, mit welchen Sie mit dem geringstmöglichen Risiko höchstmögliche Gewinne erzielen können.

Nicht nur Spielstrategien mit den Karten selbst sind notwendig, um Ihre Vorteile gegenüber der Bank zu erhöhen, sondern Sie sollten besonders auch Ihre Einsätze sinnvoll nutzen. Zunächst ist natürlich das Wichtigste, dass Sie, wenn Sie um reales Geld spielen, nur das einsetzen, was Sie auch verlieren können. Ganz gleich wie hoch Ihre persönliche Höchstgrenze ohne finanziellen Schaden ist, können Sie beim Blackjack Strategien entwickeln, um die Wahrscheinlichkeit, das Geld zu vermehren, zu erhöhen. Üben Sie Ihre Strategien zunächst mit virtuellem Geld, um Ihr eigenes Spiel zu finden. Es gibt zahlreiche interessante Varianten für Spieleinsätze, aber es gibt auch zahlreiche Strategien, die von vornherein zum Scheitern verurteilt sind. Zwei der bekanntesten Strategien werden hier vorgestellt, wobei die zweite vorgestellte Setzstrategie vom Original abweicht und entscheidende Erneuerungen bringt.

Hohe Gewinne mit geringstmöglichem Einsatz anstreben

Legen Sie zunächst Ihren Mindesteinsatz fest, der es Ihnen erlaubt, mit dem Ihnen zur Verfügung stehenden Budget möglichst viele Blackjack Runden spielen zu können, wie zum Beispiel einem Euro bei 300 Euro Gesamteinsatz. Spielen Sie diesen Einsatz so lange, bis Sie ein Spiel gewonnen haben. Verdoppeln Sie nun Ihren Einsatz. Gewinnen Sie wieder, so können Sie diesen Einsatz so lange verdoppeln, wie Sie wollen. Sobald Sie ein Spiel verloren haben, kehren Sie wieder zu Ihrer ursprünglichen Einsatzhöhe zurück. Aus jedem verlorenen Spiel resultiert dasselbe Ergebnis, Sie haben lediglich Ihren Mindesteinsatz verloren. Ziel dieser Strategie ist es, eine Glückssterne zu erwischen und mit einem kleinen Einsatz einen hohen Gewinn zu erzielen.

Beispiel: Sie setzen 1 Euro. Sobald Sie gewinnen, können Sie diesen Euro verdoppeln. Setzen Sie also im nächsten Blackjack Spiel einen Euro aus Ihrem Einsatz und den gewonnenen Euro, also zwei Euro. Gewinnen Sie wieder, so setzen Sie in der nächsten Runde vier Euro, dann acht Euro und so weiter. Sie können natürlich auch schon nach der ersten gewonnenen Verdoppelung aussteigen und wieder zu Ihrem Mindesteinsatz zurückkehren. Verlieren Sie eine der Runden, die Sie verdoppelt haben, ganz gleich, wie hoch Sie gesetzt hatten, haben Sie immer nur einen Euro verloren.

Verdoppelungsstrategie mit Reißleine

Die bekannteste und fragwürdigste aller Blackjack Strategien, ist das Verdoppeln des Einsatzes nach jedem Verlust. Diese Glückspielstrategie mag einige Male Erfolg bringen, führt aber ohne weitere Strategiekorrektur im Gesamtergebnis zum Verlust des gesamten Spielbudgets. Wenn Sie unbedingt eine solche Strategie verfolgen wollen, sollten Sie zumindest im Voraus gewisse Bedingungen definieren um im Gesamtergebnis einen möglichen Gewinn zu erzielen, der mit etwas Glück und Disziplin hoch ausfallen kann. Zunächst ist wichtig, dass Sie bei dem jeweiligen Casino abklären, welches Mindest- und Höchsteinsätze Sie spielen können. Spielen Sie nicht mit einem, sondern mit zwei oder drei Kartendecks. Nun müssen Sie den Mindesteinsatz errechnen. Optimal sind ein Prozent Ihres gesamten Spielgeldes, den Sie aber noch auf die zwei beziehungsweise drei Kartendecks aufteilen.

Spielen Sie zum Beispiel mit einem Gesamtwert von 300 Euro und drei Kartendecks, so sollten Sie als Mindesteinsatz pro Kartendeck einen Euro setzen. Verdoppeln Sie nach Verlust den Einsatz für jedes Kartendeck so lange, bis Sie mit allen Decks gewinnen, oder annähernd an Ihren ursprünglichen Spielbetrag zurückkehren. Haben Sie gewonnen, so setzen Sie Ihren Einsatz wieder auf ein Prozent Ihrer verfügbaren Gesamtsumme. Der Double-Setzverlauf sieht dabei wie folgt aus: Sie verdoppeln bei Verlust zunächst auf 1 Prozent und erhöhen auf 2, 4, 8, 16, 32 und 64 Prozent. Sobald alle Decks gewonnen haben, kehren Sie zu Ihrem Mindesteinsatz zurück. Haben Sie in allen sechs Verdoppelungsrunden verloren, so verbleiben Ihnen immerhin noch 36 Prozent Ihres Gesamteinsatzes.

Um auf das 300-Euro-Beispiel zurückzukommen, sieht die Verdoppelungsstrategie so aus. Sie setzen zunächst (verteilt auf Ihre Kartendecks) auf insgesamt drei Euro und verdoppeln dann auf 6, 12, 24, 48, 96 und schließlich auf 192 Euro. Sie haben bei dieser Blackjack Strategie insgesamt sieben Runden, um zu gewinnen. Bei einem Totalverlust, also bei Verlust von allen sieben Runden hintereinander bleiben Ihnen von Ihren 300 Euro immerhin noch 108 Euro übrig. Bei dieser Strategie ist es wichtig zu wissen, dass sie nicht mit einem Kartendeck funktionieren wird, da das Risiko den zu erwarteten Gewinn, nämlich den Mindesteinsatz, bei Weitem übertrifft. Das ist ähnlich wie bei der Rot-Schwarz-Doppel-Strategie im Roulette zu sehen, bei der im Falle eines Gewinns nur ein zusätzlicher Gewinn in Höhe des Mindesteinsatzes erzielt werden kann. Im Falle eines Verlusts des maximalen Einsatzes ist das gesamte Geld verloren. Bei mehreren Kartendecks haben Sie immer die Chance, dass Sie auch bei mehrheitlichem Verlust in einer Rund noch mit der Bank gleichziehen oder sogar gewinnen. Damit erhöht sich der zu erwartende Gewinn signifikant, vorausgesetzt, dass mindestens bei einem der sechs Double-Runden aus einem Deck mehrheitlich ein Gewinn resultiert.

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